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[11.02.2017 | Kein Kommentar]

Zur Beschlussfassung über den Entwurf eines neuen Rettungsdienstgesetzes im Sozialausschuss sagt die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, Marret Bohn:

Der Sozialausschuss hat heute die Novellierung des Rettungsdienstgesetzes beschlossen. In der Ausweitung der Anhörung ergaben sich einige Punkte, die uns Grünen sehr am Herzen liegen:

  • – die Verankerung eines Baby-Notarztwagens,
  • – die verbindliche Festschreibung der erforderlichen Fortbildungen,
  • – die Konkretisierung der Einsatzmöglichkeiten von NotfallsanitäterInnen während der Ausbildung.

Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit unseren Koalitionspartnern diese Punkte in einen Änderungsantrag aufnehmen konnten. Diesen hat der Sozialausschuss heute beschlossen. Damit ist der Startschuss für ein neues Rettungsdienstgesetz in Schleswig-Holstein gefallen.


[22.01.2017 | Kein Kommentar]

Zu der Umfrage vom Marburger Bund zu den Arbeitsbedingungen von ÄrztInnen in Schleswig-Holstein sagt die gesundheitspolitische Sprecherin von Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Marret Bohn:

Gute Arbeitsbedingungen sind wichtig für eine gute PatientenInnenversorgung. Enorme Arbeitsverdichtung, Personalmangel und Überlastung – das sind die erschreckenden Ergebnisse der präsentierten Studie des Marburger Bundes, an der 3.700 ÄrztInnen teilgenommen haben. Neun von zehn ÄrztInnen fühlen sich überlastet – so kann es nicht weitergehen!

Die Ökonomisierung des Gesundheitswesens erweist sich zunehmend als Irrtum. Wir Grüne schließen uns der Forderung einer Rückbesinnung auf ethische statt ökonomischer Grundwerte im Gesundheitswesen an, um eine gute medizinische und pflegerische Versorgung zu gewährleisten. Wenn die Arbeitsbedingungen nicht gut sind, wirkt sich das auf ÄrztInnen, Pflegekräfte und damit auch auf die PatientInnen negativ aus. Der Mensch und eine gute medizinische Behandlung müssen im Vordergrund stehen, nicht Zahlen und Gewinne.

Wir Grüne setzen uns seit langem dafür ein, dass eine bundesweite Vereinheitlichung der Basisfallwerte erfolgt. Für die gleiche Leistung muss auch die gleiche Bezahlung erfolgen, unabhängig davon, in welchem Bundesland die OP stattfindet. Es ist nicht gerechtfertigt, dass die Klinken in Schleswig-Holstein einen Basisfallwert erhalten, der um fast acht Prozent niedriger liegt als der Spitzenwert in Rheinland-Pfalz.

Für die Personalplanung der nächsten Jahre gilt: Wenn die Anzahl der Medizinstudienplätze nicht ausreicht, muss sie erhöht werden.

Auch der bauliche Zustand von Krankenhäusern wirkt sich auf die Behandlung und die Arbeitsbedingungen aus. Mit dem Investitionsprogramm IMPULS bauen wir in Schleswig-Holstein den Investitionsstau Schritt für Schritt ab und bringen wichtige Sanierungen voran. Nur so kann eine gute medizinische Versorgung  auch in Zukunft gesichert werden.

Eins ist klar: Die Studie ist ein klares Signal dafür, dass die Arbeitsbedingungen für ÄrztInnen ebenso wie für alle MitarbeiterInnen im Gesundheitswesen besser werden müssen.


[21.12.2016 | Kein Kommentar]

Zur heutigen (13. Dezember 2016) Vorstellung von Krankenhausplan und Psychiatriebericht durch die Gesundheitsministerin Kristin Alheit erklärt die sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Marret Bohn:

Zum Krankenhausplan stellen wir fest: Die Gesamtzahl der Betten ist nahezu stabil. Verschiebungen gibt es zwischen den Fachabteilungen, die sich am konkreten Bedarf orientieren. Besonders wichtig sind uns Grünen dabei der Ausbau der geriatrischen und psychiatrischen Versorgung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, sowie die Aufnahme der palliativmedizinischen Angebote. Ein weiterer guter Ansatz sind die tagesklinischen Angebote, die schon in den letzten Jahren massiv verstärkt worden sind. Auch die Stärkung der regionalen Psychiatriebudgets ist aus unserer Sicht ein positiver Aspekt.

Der Krankenhausplan 2017 ruht sich nicht auf den Fallzahlen der Vergangenheit aus, sondern ergänzt erstmalig die für die kommenden Jahre prognostizierten Entwicklungen standortscharf. Mit dieser wichtigen Innovation wird der demografischen Entwicklung Rechnung getragen. Der Krankenhausplan nimmt auch die besonderer Erfordernisse im ländlichen Raum in den Blick. Für uns Grüne ist einer der zentralen Punkte, dass hierbei die Gesundheitsversorgung an der Westküste sowie auf den Inseln und Halligen realistisch abgebildet und langfristig gesichert wird. Dafür werden wir uns auch weiterhin einsetzen.

Der Krankenhausplan 2017 ist als dynamischer Plan angelegt. Die Beteiligtenrunde wird weiter zusammenkommen und den Plan an den Bedarf anpassen. So können auch die auf Bundesebene noch in der Abstimmung befindlichen Kriterien für Qualität, Notfallversorgung und Schwerpunkzentren einbezogen und umgesetzt werden. Ein besonderes Augenmerk gilt aus Grüner Sicht hierbei auch den Sicherstellungszuschlägen. Die Krankenhausversorgung ist bei der Küstenkoalition in guten Händen.


[30.11.2016 | Kein Kommentar]

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 20 – Parität in der gesetzlichen Krankenversicherung herstellen

Dazu sagt die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Marret Bohn:

Ziel der Krankenversicherung ist es, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten und wiederherzustellen. Die aktuelle Entwicklung in der Krankenversicherung ist aus dem Ruder gelaufen.

Das liegt vor allem an den Zusatzbeiträgen. Lange Zeit hatten wir in der Krankenversicherung eine faire Aufteilung der Beiträge zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen. Jeweils zur Hälfte zahlten ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen die Beiträge. Ein solidarisches System, das gut funktionierte.

Dann wurde der Beitragssatz für Arbeitgeber eingefroren. Seitdem zahlen die Versicherten allein für den medizinischen Fortschritt. Der Zusatzbeitrag, den viele Versicherte leisten müssen, bringt das Gleichgewicht aus dem Ruder.

Der Zusatzbeitrag ist unsolidarisch, er ist ungerecht und er muss wieder abgeschafft werden!

Wir wollen, dass Arbeitgeber und Versicherte zu gleichen Teilen für die Gesundheitsversorgung aufkommen. Auch Arbeitgeber müssen sich am Fortschritt beteiligen. Kluge Arbeitgeber wissen, wie wichtig ihre ArbeitnehmerInnen und deren Gesundheit für sie sind.

Deswegen wollen wir die Parität wieder herstellen. Das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung wird dauerhaft nicht funktionieren. Fragen Sie  mal ältere PrivatpatientInnen wie hoch ihre Beiträge sind.

Wir wollen eine Bürgerversicherung, eine Versicherung für alle.